larvatus: (MZ)
Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf. So lange das Recht sich auf den Angriff von Seiten des Unrechts gefasst halten muss–und dies wird dauern, so lange die Welt steht–wird ihm der Kampf nicht erspart bleiben. Das Leben des Rechts ist Kampf, ein Kampf der Völker–der Staatsgewalt–der Stände–der Individuen.
    Alles Recht in der Welt ist erstritten worden, jeder wichtige Rechtssatz hat erst denen, die sich ihm widersetzten, abgerungen werden müssen, und jedes Recht, sowohl das Recht eines Volkes wie das eines Einzelnen, setzt die stetige Bereitschaft zu seiner Behauptung voraus. Das Recht ist nicht blosser Gedanke, sondern lebendige Kraft. Darum führt die Gerechtigkeit, die in der einen Hand die Wagschale hält, mit der sie das Recht abwägt, in der andern das Schwert, mit dem sie es behauptet. Das Schwert ohne die Wage ist die nackte Gewalt, die Wage ohne das Schwert die Ohnmacht des Rechts. Beide gehören zusammen, und ein vollkommener Rechtszustand herrscht nur da, wo die Kraft, mit der die Gerechtigkeit das Schwert führt, der Geschicklichkeit gleichkommt, mit der sie die Wage handhabt.
    Recht ist unausgesetzte Arbeit und zwar nicht etwa bloss der Staatsgewalt, sondern des ganzen Volkes. Das gesammte Leben des Rechts, mit einem Blicke überschaut, vergegenwärtigt uns dasselbe Schauspiel rastlosen Ringens und Arbeitens einer ganzen Nation, das ihre Thätigkeit auf dem Gebiete der ökonomischen und geistigen Produktion gewährt. Jeder Einzelne, der in die Lage kommt, sein Recht behaupten zu müssen, übernimmt an dieser nationalen Arbeit seinen Antheil, trägt sein Scherflein bei zur Verwirklichung der Rechtsidee auf Erden.
    Freilich nicht an Alle tritt diese Anforderung gleichmässig heran. Unangefochten und ohne Anstoss verläuft das Leben von Tausenden von Individuen in den geregelten Bahnen des Rechts, und würden wir ihnen sagen: Das Recht ist Kampf – sie würden uns nicht verstehen, denn sie kennen dasselbe nur als Zustand des Friedens und der Ordnung. Und vom Standpunkt ihrer eigenen Erfahrung haben sie vollkommen Recht, ganz so wie der reiche Erbe, dem mühelos die Frucht fremder Arbeit in den Schoos gefallen ist, wenn er den Satz: Eigenthum ist Arbeit, in Abrede stellt. Die Täuschung Beider hat ihren Grund darin, dass die zwei Seiten, welche sowohl das Eigenthum wie das Recht in sich schliessen, subjectiv in der Weise auseinanderfallen können, dass dem Einen der Genuss und der Friede, dem Andern die Arbeit und der Kampf zu Theil wird.
    Das Eigenthum wie das Recht ist eben ein Januskopf mit einem Doppelantlitz; Einigen kehrt er bloss die eine Seite, Andern bloss die andere Seite zu, daher die völlige Verschiedenheit des Bildes, das beide von ihm empfangen. In Bezug auf das Recht gilt dies wie von einzelnen Individuen, so auch von ganzen Zeitaltern. Das Leben des einen ist Krieg, das Leben des andern Friede, und die Völker sind durch diese Verschiedenheit der subjectiven Vertheilung beider ganz derselben Täuschung ausgesetzt, wie die Individuen. Eine lange Periode des Friedens – und der Glaube an den ewigen Frieden steht in üppigster Blüthe, bis der erste Kanonenschuss den schönen Traum verscheucht, und an die Stelle eines Geschlechts, das mühelos den Frieden genossen hat, ein anderes tritt, welches sich ihn durch die harte Arbeit des Krieges erst wieder verdienen muss. So vertheilt sich beim Eigenthum wie beim Recht Arbeit und Genuss, aber für den Einen, der geniesst und im Frieden dahinlebt, hat ein Anderer arbeiten und kämpfen müssen. Der Frieden ohne Kampf, der Genuss ohne Arbeit gehören der Zeit des Paradieses an, die Geschichte kennt beide nur als Resultate unablässiger, mühseliger Anstrengung.
    Diesen Gedanken, dass der Kampf die Arbeit des Rechts ist und in Bezug auf seine praktische Nothwendigkeit sowohl wie seine ethische Würdigung auf dieselbe Linie mit der Arbeit beim Eigenthum zu stellen ist, gedenke ich im Folgenden weiter auszuführen. Ich glaube damit kein überflüssiges Werk zu thun, im Gegentheil eine Unterlassungssünde gut zu machen, die sich unsere Theorie (ich meine nicht bloss die Rechtsphilosophie, sondern auch die positive Jurisprudenz) hat zu Schulden kommen lassen. Man merkt es unserer Theorie nur zu deutlich an, dass sie sich mehr mit der Wage als mit dem Schwert der Gerechtigkeit zu beschäftigen hat; die Einseitigkeit des rein wissenschaftlichen Standpunktes, von dem aus sie das Recht betrachtet, und der sich kurz dahin zusammenfassen lässt, dass er ihr das Recht weniger von seiner realistischen Seite als Machtbegriff, als vielmehr von seiner logischen Seite als System abstracter Rechtssätze vor Augen führt, hat meines Erachtens ihre ganze Auffassung vom Recht in einer Weise beeinflusst, wie sie zu der rauhen Wirklichkeit des Rechts gar wenig stimmt – ein Vorwurf, für den der Verlauf meiner Darstellung es an Belegen nicht fehlen lassen wird.
    –Rudolph von Jhering, Der Kampf um's Recht, 1884
The end of the law is peace. The means to that end is war. So long as the law is compelled to hold itself in readiness to resist the attacks of wrong—and this it will be compelled to do until the end of time—it cannot dispense with war. The life of the law is a struggle,—a struggle of nations, of the state power, of classes, of individuals.
    All the law in the world has been obtained by strife. Every principle of law which obtains had first to be wrung by force from those who denied it; and every legal right—the legal rights of a whole nation as well as those of individuals—supposes a continual readiness to assert it and defend it. The law is not mere theory, but living force. And hence it is that Justice which, in one hand, holds the scales, in which she weighs the right, carries in the other the sword with which she executes it. The sword without the scales is brute force, the scales without the sword is the impotence of law. The scales and the sword belong together, and the state of the law is perfect only where the power with which Justice carries the sword is equalled by the skill with which she holds the scales.
    Law is an uninterrupted labor, and not of the state power only, but of the entire people. The entire life of the law, embraced in one glance, presents us with the same spectacle of restless striving and working of a whole nation, afforded by its activity in the domain of economic and intellectual production. Every individual placed in a position in which he is compelled to defend his legal rights, takes part in this work of the nation, and contributes his mite towards the realization of the idea of law on earth.
    Doubtless, this duty is not incumbent on all to the same extent. Undisturbed by strife and without offense, the life of thousands of individuals passes away, within the limits imposed by the law to human action; and if we were to tell them: The law is a warfare, they would not understand us, for they know it only as a condition of peace and of order. And from the point of view of their own experience they are entirely right, just as is the rich heir into whose lap the fruit of the labor of others has fallen, without any toil to him, when he questions the principle: property is labor. The cause of the illusion of both is that the two sides of the ideas of property and of law may be subjectively separated from each other in such a manner that enjoyment and peace become the part of one, and labor and strife of the other. If we were to address ourselves to the latter, he would give us an entirely opposite answer.
    And, indeed, property, like the law, is a Janus-head with a double face. To some it turns only one side, to others only the other; and hence the difference of the picture of it obtained by the two. This, in relation to the law, applies to whole generations as well as to single individuals. The life of one generation is war, of another peace; and nations, in consequence of this difference of subjective division, are subject to the same illusion precisely as individuals. A long period of peace, and, as a consequence thereof, faith in eternal peace, is richly enjoyed, until the first gun dispels the pleasant dream, and another generation takes the place of the one which had enjoyed peace without having had to toil for it, another generation which is forced to earn it again by the hard work of war. Thus in property and law do we find labor and enjoyment distributed. But the fact that they belong together does not suffer any prejudice in consequence. One person has been obliged to battle and to labor for another who enjoys and lives in peace. Peace without strife, and enjoyment without work, belong to the days of Paradise. History knows both only as the result of painful, uninterrupted effort.
    That, to struggle, is, in the domain of law, what to labor, is, in that of economy, and, that, in what concerns its practical necessity as well as its moral value, that struggle is to be placed on an equal footing with labor in the case of property, is the idea which I propose to develop further below. I think that in so doing I shall be performing no work of supererogation, but, on the contrary, that I shall be making amends for a sin of omission which may rightly be laid at the door of our theory of law; and not simply at the door of our philosophy of law, but of our positive jurisprudence also. Our theory of law, it is only too easy to perceive, is busied much more with the scales than with the sword of Justice. The one-sidedness of the purely scientific standpoint from which it considers the law, looking at it not so much as it really is, as an idea of force, but as it is logically, a system of abstract legal principles, has, in my opinion, impressed on its whole way of viewing the law, a character not in harmony with the bitter reality. This I intend to prove.
    –Rudolph von Jhering, The Struggle for Law, translated by John J. Lalor, 1915
larvatus: (MZ)
“Was nicht verboten ist, ist erlaubt”, announced Schiller’s First Hunter. What isn’t forbidden, is allowed. But you can do better—observe social rules only as far as necessary to trespass them with lawful impunity. “Questa è l’unica speranza—l’uomo nel disordine.”

larvatus: (rock)


This is a Korriphila HSP701 number 826, fitted with a 5" barrel in 9mm Para, a single action firing system, and target sights. It is a fine target gun, let down only by its less than stellar single stage trigger, falling somewhere between a nice M1911 and a tuned GP35. Its mechanical accuracy is as good as it gets, and the firing cycle is very easy to control. This is a big, manly man gun, in the tradition of the Lahti L35 and the S&W N-frames, as accurate as, and probably stronger than, either one of them.



Edgar Budischowsky signs his guns. His German patent No. DE2822914 for a roller locked delayed blowback self-loading action reduces the layout of the CETME/HK descendant of the StG 45(M) prototype, a Ludwig Vorgrimler design for Mauserwerke, to four parts, namely a locking block (Schliessblock) that receives the locking roller (Verriegelungsrolle), plus the slide (Schlitten), and the locking wedge (Verriegelungskeil) receiving its initial momentum from recoil. The year code IH stands for 1987. This pistol was test fired on 26 February of that year, which happened to fall on my 29th birthday. It is a keeper.



The latch at the top rear of the slide racking serrations releases the bolt head for disassembly and cleaning. The hammer throw is very short. The loaded chamber indicator above the hammer allows for tactile verification of the chambering status. The rear grip strap is hand-checkered.



The robust milled trigger linkage is routed on the sides of the grip frame, a relic of the deleted trigger-cocking arrangement. The sear can be cleaned and lubricated through the circular port in the frame. The intricately machined bolt head contains a Walther PP-style loaded chamber indicator. The magazine is crimped to accommodate 9mm Para cartridges in a .45 ACP-sized magwell.



The safety lock is seen in the firing position. The roller can be seen at the rear of the bolt, and the passive firing pin lock, at the rear of the slide. The mainspring is retained by a screw behind the magwell. The stock screw holes are fully bushed.



The breech is of the push-feed, snap-over design, flanked by the extractor, the loaded chamber indicator, the locking wedge, and the ejector. The muzzle end of the barrel contains the sole caliber designation on this specimen. The pistol can be converted to .45 ACP or 10x25mm Norma by replacing the barrel, the bolt head, and the magazine.



A nicely angled and polished feed ramp and a low barrel axis contribute to making the HSP 701 very reliable. Note the longitudinally dovetailed front Patridge sight secured by a screw and the massively constructed click-adjustable rear sight with radiused corners.
larvatus: (Default)
Все поэты — жиды. Все демократы — пиндосы.
larvatus: (Default)
Bruder Hitler That Man Is My BrotherБрат Гитлер


Thomas Mann
1. Januar 1939
Foto: Carl Mydans
Time & Life Pictures/Getty Images

Ohne die entsetzlichen Opfer, welche unausgesetzt dem fatalen Seelenleben dieses Menschen fallen, ohne die umfassenden moralischen Verwüstungen, die davon ausgehen, fiele es leichter, zu gestehen, daß man sein Lebensphänomen fesselnd findet. Man kann nicht umhin, das zu tun; niemand ist der Beschäftigung mit seiner trüben Figur überhoben — das liegt in der grob effektvollen und verstärkenden (amplifizierenden) Natur der Politik, des Handwerks also, das er nun einmal gewählt hat, — man weiß, wie sehr nur eben in Ermangelung der Fähigkeit zu irgendeinem anderen. Desto schlimmer für uns, desto beschämender für das hilflose Europa von heute, das er fasziniert, worin er den Mann des Schicksals, den Allbezwinger spielen darf, und dank einer Verkettung phantastisch glücklicher — das heißt unglückseliger — Umstände, da zufällig kein Wasser fließt, das nicht seine Mühlen triebe, von einem Siege über das Nichts, über die vollendete Widerstandslosigkeit zum andern getragen wird. Were it not for the frightful sacrifices which continue to be offered up to the fatal psychology of this man; were it not for the ever-widening circle of desolation which he makes, it would be easier to admit that he presents an arresting phenomenon. Yet, hard as it is, we must admit it; nobody can help being preoccupied by the deplorable spectacle. For he has chosen — in default, as we know, of capacity to wield any other — to use politics as his tool; and politics always magnify and coarsen the effect they produce. So much the worse for us all; so much the worse for Europe today, lying helpless under his spell, where he is vouchsafed the role of the man of destiny and all-conquering hero, and where, thanks to a combination of fantastic chances — or mischances — everything is grist that comes to his mill, and he passes unopposed from one triumph to another. Если бы не ужасающие жертвы, которые непрерывно требует роковая душевная жизнь этого человека, и если бы не огромные моральные опустошения из того проистекающие, было бы легче признать, что феномен этот захватывающе увлекателен. Но ничего не поделаешь, приходится это высказать. Никто не избавлен от необходимости иметь дело с этой мрачной фигурой, ибо такова рассчитанная на грубый эффект, на преувеличение природа политики, того ремесла, которое он себе однажды выбрал, — мы знаем, в сколь большой степени из-за отсутствия способностей к чему-либо другому. Тем хуже для нас, тем постыдней для сегодняшней беспомощной Европы, которую он ослепляет, в которой ему позволено играть роль человека судьбы, покорителя всех и вся, где благодаря сцеплению фантастически счастливых, то есть несчастных, обстоятельств, — ведь все складывается так, что нет воды, которая не лилась бы на его мельницу, — его несет от одной победы, победы над ничем, над полнейшим непротивлением, к другой.
Read more... )
larvatus: (MZ)
The other day I found myself tasked with explaining to a young Chinese woman the concept of an ancient Chinese curse, such as “May you live in interesting times.” The best I could come up with by way of coining another example, admittedly drawn from my life experience of the past decade, was “May all your dealings be with lawyers.” Recalling the same experience later on suggested an effective way to intensify the malediction: “May all your dealings be with lawyers and surgeons.” Whereupon I drew upon my own store of maledictory Yiddishkeit, aptly summarized in a classic compendium: Read more... ) In all candor, gentiles tend to squander their imprecations. Thus according to world-class maledictorian Reinhold Aman, Anglo-Saxon cultures prefer insults dealing with excrement and body parts, Catholic countries are fond of blasphemy, and cultures of the Middle and Far East are partial to ancestor insults. I would add that, by contrast, we Jews derive the substance of our swearing from a higher authority, as exemplified in Deuteronomy 28:15-68 and Leviticus 26:14-45. Having had our ancestors worked over by the Almighty, my people know how to help our enemies find their proper level. Unlike gentile put-downs, Yiddish curses seek to put an end to their objects, and often succeed at that, in spirit if not in body. We aim not merely to revile or embarrass, but to depress, discourage, and demoralize. Watch this space for my contribution to the genre.

p210 legend

May. 2nd, 2011 05:43 pm
larvatus: (rock)
The following is a draft version of my review of Sauer’s new P210 Legend pistol. It will be updated in this space with photos and text as my study continues.

0.

“You William Blake?” yells U.S. Marshal Marvin Throneberry at the rapidly approaching outlaw, while cycling and shouldering his Winchester Model 1873. “Yes, I am. Do you know my poetry?” responds the killer as he raises his 4¾" Colt .45 Single Action Army revolver and shoots Marvin in the heart.

Guns and poetry. None better illuminated their interplay than Jim Jarmusch in his 1995 movie Dead Man. To talk guns is to talk poetry. What follows is a riff on the latest incarnation of my favorite poem. Read more... )

8.

As suggested in the beginning of this review, Sauer’s P210 “Legend” is a study in contradictions. Its newly encumbered and unbounded trigger action places it at a palpable disadvantage with respect to its Swiss precursors on the firing line. And while its rugged finish and improved safety features might have rendered it more apt for defensive applications, ill-secured and cumbersome controls undermine its ergonomics while fatally compromising its reliability. Even if to imagine is to misinterpret, I cannot imagine the debilitating misprision that caused Sauer’s engineers to degrade the retention of controls in their version of the SIG P210. Nor can I depend on a gun liable to spontaneous slide lockups and reversals of safety settings. I would have liked to receive Sauer’s response to these concerns. As long as they remain unresolved by the gunmaker, I must regretfully give the Legend a failing grade.
larvatus: (Default)
        Les Tentations, ou Éros, Plutus et la Gloire         The Temptations: or, Eros, Plutus, and Glory         Искушения, или Эрос, Плутос и Слава
    Deux superbes Satans et une Diablesse, non moins extraordinaire, ont la nuit dernière monté l’escalier mystérieux par où l’Enfer donne assaut à la faiblesse de l’homme qui dort, et communique en secret avec lui. Et ils sont venus se poser glorieusement devant moi, debout comme sur une estrade. Une splendeur sulfureuse émanait de ces trois personnages, qui se détachaient ainsi du fond opaque de la nuit. Ils avaient l’air si fier et si plein de domination, que je les pris d’abord tous les trois pour de vrais Dieux.
    Le visage du premier Satan était d’un sexe ambigu, et il avait aussi, dans les lignes de son corps, la mollesse des anciens Bacchus. Ses beaux yeux languissants, d’une couleur ténébreuse et indécise, ressemblaient à des violettes chargées encore des lourds pleurs de l’orage, et ses lèvres entr’ouvertes à des cassolettes chaudes, d’où s’exhalait la bonne odeur d’une parfumerie; et à chaque fois qu’il soupirait, des insectes musqués s’illuminaient, en voletant, aux ardeurs de son souffle.
    Autour de sa tunique de pourpre était roulé, en manière de ceinture, un serpent chatoyant qui, la tête relevée, tournait langoureusement vers lui ses yeux de braise. A cette ceinture vivante étaient suspendus, alternant avec des fioles pleines de liqueurs sinistres, de brillants couteaux et des instruments de chirurgie. Dans sa main droite il tenait une autre fiole dont le contenu était d’un rouge lumineux, et qui portait pour étiquette ces mots bizarres: « Buvez, ceci est mon sang, un parfait cordial » ; dans la gauche, un violon qui lui servait sans doute à chanter ses plaisirs et ses douleurs, et à répandre la contagion de sa folie dans les nuits de sabbat.
    A ses chevilles délicates traînaient quelques anneaux d’une chaîne d’or rompue, et quand la gêne qui en résultait le forçait à baisser les yeux vers la terre, il contemplait vaniteusement les ongles de ses pieds, brillants et polis comme des pierres bien travaillées.
    Il me regarda avec ses yeux inconsolablement navrés, d’où s’écoulait une insidieuse ivresse, et il me dit d’une voix chantante : « Si tu veux, si tu veux, je te ferai le seigneur des âmes, et tu seras le maître de la matière vivante, plus encore que le sculpteur peut l’être de l’argile ; et tu connaîtras le plaisir, sans cesse renaissant, de sortir de toi-même pour t’oublier dans autrui, et d’attirer les autres âmes jusqu’à les confondre avec la tienne. »
    Et je lui répondis : « Grand merci ! je n’ai que faire de cette pacotille d’êtres qui, sans doute, ne valent pas mieux que mon pauvre moi. Bien que j’aie quelque honte à me souvenir, je ne veux rien oublier; et quand même je ne te connaîtrais pas, vieux monstre, ta mystérieuse coutellerie, tes fioles équivoques, les chaînes dont tes pieds sont empêtrés, sont des symboles qui expliquent assez clairement les inconvénients de ton amitié. Garde tes présents. »
    Le second Satan n’avait ni cet air à la fois tragique et souriant, ni ces belles manières insinuantes, ni cette beauté délicate et parfumée. C’était un homme vaste, à gros visage sans yeux, dont la lourde bedaine surplombait les cuisses, et dont toute la peau était dorée et illustrée, comme d’un tatouage, d’une foule de petites figures mouvantes représentant les formes nombreuses de la misère universelle. Il y avait de petits hommes efflanqués qui se suspendaient volontairement à un clou; il y avait de petits gnomes difformes, maigres, dont les yeux suppliants réclamaient l’aumône mieux encore que leurs mains tremblantes; et puis de vieilles mères portant des avortons accrochés à leurs mamelles exténuées. Il y en avait encore bien d’autres.
    Le gros Satan tapait avec son poing sur son immense ventre, d’où sortait alors un long et retentissant cliquetis de métal, qui se terminait en un vague gémissement fait de nombreuses voix humaines. Et il riait, en montrant impudemment ses dents gâtées, d’un énorme rire imbécile, comme certains hommes de tous les pays quand ils ont trop bien dîné.
    Et celui-là me dit: « Je puis te donner ce qui obtient tout, ce qui vaut tout, ce qui remplace tout ! » Et il tapa sur son ventre monstrueux, dont l’écho sonore fit le commentaire de sa grossière parole.
    Je me détournai avec dégoût, et je répondis: « Je n’ai besoin, pour ma jouissance, de la misère de personne ; et je ne veux pas d’une richesse attristée, comme un papier de tenture, de tous les malheurs représentés sur ta peau. »
    Quant à la Diablesse, je mentirais si je n’avouais pas qu’à première vue je lui trouvai un bizarre charme. Pour définir ce charme, je ne saurais le comparer à rien de mieux qu’à celui des très-belles femmes sur le retour, qui cependant ne vieillissent plus, et dont la beauté garde la magie pénétrante des ruines. Elle avait l’air à la fois impérieux et dégingandé, et ses yeux, quoique battus, contenaient une force fascinatrice. Ce qui me frappa le plus, ce fut le mystère de sa voix, dans laquelle je retrouvais le souvenir des contralti les plus délicieux et aussi un peu de l’enrouement des gosiers incessamment lavés par l’eau-de-vie.
    « Veux-tu connaître ma puissance ? » dit la fausse déesse avec sa voix charmante et paradoxale. « Écoute. »
    Et elle emboucha alors une gigantesque trompette, enrubannée, comme un mirliton, des titres de tous les journaux de l’univers, et à travers cette trompette elle cria mon nom, qui roula ainsi à travers l’espace avec le bruit de cent mille tonnerres, et me revint répercuté par l’écho de la plus lointaine planète.
    « Diable ! » fis-je, à moitié subjugué, « voilà qui est précieux ! » Mais en examinant plus attentivement la séduisante virago, il me sembla vaguement que je la reconnaissais pour l’avoir vue trinquant avec quelques drôles de ma connaissance ; et le son rauque du cuivre apporta à mes oreilles je ne sais quel souvenir d’une trompette prostituée.
    Aussi je répondis, avec tout mon dédain: « Va-t’en ! Je ne suis pas fait pour épouser la maîtresse de certains que je ne veux pas nommer. »
    Certes, d’une si courageuse abnégation j’avais le droit d’être fier. Mais malheureusement je me réveillai, et toute ma force m’abandonna. « En vérité, me dis-je, il fallait que je fusse bien lourdement assoupi pour montrer de tels scrupules. Ah ! s’ils pouvaient revenir pendant que je suis éveillé, je ne ferais pas tant le délicat ! »
    Et je les invoquai à haute voix, les suppliant de me pardonner, leur offrant de me déshonorer aussi souvent qu’il le faudrait pour mériter leurs faveurs; mais je les avais sans doute fortement offensés, car ils ne sont jamais revenus.
    Two superb Satans and a Deviless no less extraordinary ascended last night the mysterious stairway by which Hell assails the frailty of sleeping man, and converses with him covertly. And they poses gloriously before me, as though having mounted a stage. A sulphurous splendor emanated from these three beings who thus disengaged themselves from the opaque heart of the night. They bore with them a presence so proud and so full of mastery, that at first I took all three of them for true Gods.
    The first Satan had a countenance of doubtful sex, and the softness of ancient Bacchants in the lines of his body. His beautiful languorous eyes, of a shadowy and indefinite color, were like violets still laden with the heavy tears of the storm; and his slightly parted lips were like heated censers, from whence exhaled the sweet odor of many perfumes; and each time he breathed, exotic insects drew, as they fluttered, strength from the ardours of his breath.
    Twined about his tunic of purple stuff, in the manner of a cincture, was an iridescent Serpent with lifted head and eyes like embers turned sleepily towards him. Phials full of sinister fluids, alternating with shining knives and instruments of surgery, hung from this living girdle. He held in his right hand a flagon containing a luminous red fluid, and inscribed with a legend in these singular words: “Drink of this my blood: a perfect restorative”; and in his left hand held a violin that without doubt served to sing his pleasures and pains, and to spread abroad the contagion of his folly upon the nights of the Sabbath.
    From rings upon his delicate ankles trailed a broken chain of gold, and when the burden of this caused him to bend his eyes towards the earth, he would contemplate with vanity the nails of his feet, as brilliant and polished as well-wrought jewels.
    He looked at me with eyes inconsolably heartbroken and giving forth an insidious intoxication, and cried in a chanting voice: “If thou wilt, if thou wilt, I will make thee an overlord of souls; thou shalt be master of living matter more perfectly than the sculptor is master of his clay; thou shalt taste the pleasure, reborn without end, of obliterating thyself in the self of another, and of luring other souls to lose themselves in thine.”
    But I replied to him: “I thank thee. I only gain from this venture, then, beings of no more worth than my poor self? Though remembrance brings me shame indeed, I would forget nothing; and even before I recognized thee, thou ancient monster, thy mysterious cutlery, thy equivocal phials, and the chain that imprisons thy feet, were symbols showing clearly enough the inconvenience of thy friendship. Keep thy gifts.”
    The second Satan had neither the air at once tragical and smiling, the lovely insinuating ways, nor the delicate and scented beauty of the first. A gigantic man, with a coarse, eyeless face, his heavy paunch overhung his hips and was gilded and pictured, like a tattooing, with a crowd of little moving figures which represented the unnumbered forms of universal misery. There were little sinew-shrunken men who hung themselves willingly from nails; there were meager gnomes, deformed and undersized, whose beseeching eyes solicited alms even more eloquently than their trembling hands; there were old mothers who nursed clinging abortuses at their drooping breasts. And many others, even more surprising.
    This heavy Satan beat with his fist upon his immense belly, from whence came a loud and resounding metallic clangour, which died away in a sighing made by many human voices. And he smiled unrestrainedly, showing his broken teeth—the imbecile smile of a man who has dined too freely. Then the creature said to me:
“I can give thee that which gets all, which is worth all, which takes the place of all.” And he tapped his monstrous paunch, whence came a sonorous echo as the commentary to his obscene speech. I turned away with disgust and replied: “I need no man’s misery to bring me happiness; nor will I have the sad wealth of all the misfortunes pictured upon thy skin as upon a tapestry.”
    As for the She-devil, I should lie if I denied that at first I found in her a certain strange charm, which to define I can but compare to the charm of certain beautiful women past their first youth, who yet seem to age no more, whose beauty keeps something of the penetrating magic of ruins. She had an air at once imperious and sordid, and her eyes, though heavy, held a certain power of fascination. I was struck most by her voice, wherein I found the remembrance of the most delicious contralti, as well as a little of the hoarseness of a throat continually laved with brandy.
    “Wouldst thou know my power?” said the charming and paradoxical voice of the false goddess. “Then listen.” And she put to her mouth a gigantic trumpet, enribboned, like a mirliton, with the titles of all the newspapers in the world; and through this trumpet she cried my name so that it rolled through, space with the sound of a hundred thousand thunders, and came re-echoing back to me from the farthest planet.
    “Devil!” cried I, half tempted, that at least is worth something.” But it vaguely struck me, upon examining the seductive virago more attentively, that I had seen her clinking glasses with certain drolls of my acquaintance, and her blare of brass carried to my ears I know not what memory of a fanfare prostituted.
    So I replied, with all disdain: “Get thee hence! I know better than wed the light o’ love of them that 1 will not name.”
    Truly, I had the right to be proud of a so courageous renunciation. But unfortunately I awoke, and all my courage left me. “ In truth,” I said, “I must have been very deeply asleep indeed to have had such scruples. Ah, if they would but return while I am awake, I would not be so delicate.”
    So I invoked the three in a loud voice, offering to dishonour myself as often as necessary to obtain their favours; but I had without doubt too deeply offended them, for they have never returned.
    Два великолепных Дьявола и не менее замечательная Дьяволица поднялись прошлой ночью по той таинственной лестнице, через которую Ад атакует немощь спящего человека, и вступает с ним в тайные сношения. И вот они возвысились передо мной во всем блеске, словно бы выйдя на подмостки. Серное сияние исходило из этих трёх личностей, отделяя их от смутной глубины ночи. В их облике было столько гордости и господства, что поначалу я принял всех трёх за настоящих богов.
    Лицо первого дьявола было и мужским и женским, и во всех линиях его тела проявлялась изнеженность античных Бахусов. Его прекрасные томные глаза мрачного и неясного цвета, походили на фиалки всё ещё наполненные тяжелыми слезами грозы, а его полуоткрытые губы, на горячие курильницы, изливающие благовонный дым; и при каждом его вздохе мускусные мошки кружились рядом, вспыхивая от его горячего дыхания.
     Вокруг его пурпурной туники обвилась, подобно поясу, сверкающая змея, которая, приподнимая голову, томно обращала к нему свои искрящиеся глаза. К этому живому поясу были подвешены, чередуясь с флаконами наполненными роковыми зельями, блистающие кинжалы и хирургические инструменты. В правой руке он держал ещё один сосуд, наполненный красной светящейся жидкостью, на котором виднелась странная надпись: «Вкусите, сие есть кровь моя, что полностью укрепит ваши силы»; а в левой—скрипку, которая, без сомнения, служила ему, дабы воспевать свои радости и горести и распространять заразу безумия на полуночных шабашах.
    От его изящных лодыжкек тащились обрывки золотой цепи, и каждый раз, когда вызываемое ими стеснение принуждало его опускать глаза, он бросал тщеславные взгляды на свои ногти, отполированные и сверкающие, словно тщательно отделанные камни.
    Он посмотрел на меня полными безутешной скорби глазами, откуда исходил коварный дурман, и сказал мне певучим голосом: «Стоит тебе захотеть, стоит захотеть, и я сделаю тебя владыкою душ, и ты станешь повелителем живой материи, более властным, чем скульптор способен властвовать над глиной; и ты познаешь непрестанно возрождающееся наслаждение выходить за пределы самого себя, чтобы забыться в другом, и притягивать другие души, вплоть до их смешения с твоею собственной».
    И я отвечал ему: «Благодарю покорно! мне нечего делать с этим хламом чужих существ, которые, без сомнения, не стоят более, чем моя бедная душа. Хотя я и стыжусь некоторых своих воспоминаний, я не хочу ничего забывать; и даже если бы я не знал тебя, древнее чудовище, то твои странные ножи, твои двусмысленные зелья, цепи стесняющие твои ноги, обозначают достаточно ясно те неудобства, что причиняет твоя дружба. Оставь свои дары при себе».
    Второй дьявол не обладал ни подобной наружностью, одновременно трагической и ласковой, ни замечательно вкрадчивыми повадками, ни этой утонченной и благоухающей красотой. Это был огромный мужчина с широким безглазым лицом, чьё тяжелое брюхо нависало над бёдрами, и чья кожа была сплошь позолочена и испещрена, словно татуировками, сборищем крошечных движущихся фигурок, представляющих собой всевозможные разновидности вселенского несчастья. Тут были высохшие человечки, добровольно вешавшиесь на гвозде; тощие уродливые карлики, чьи умоляющие глаза просили милостыни ещё настойчивее, чем дрожащие руки; состарившиеся матери, державшие на руках недоносков, льнувших к их истощённым грудям. И было еще великое множество других.
    Тучный дьявол бил кулаком своё непомерное брюхо, и каждый раз оттуда доносилось бряцанье металла, заканчивающееся слабым стоном, издавашимся множеством человеческих голосов. И он хохотал, бесстыдно обнажая свои гнилые зубы, громким идиотским хохотом, как это делают во всех странах света некоторые люди после чересчур плотного обеда.
    И он сказал мне: «Я могу дать тебе то, что получает всё, что стоит всего, что заменяет всё». И он похлопал по своей чудовищной утробе, ответившей на его грубые слова гулким эхом.
    Я отвернулся от него с отвращением и ответил: «Для моего удовольствия не нужно чужого несчастья; и я не хочу богатства опечаленного всеми бедами отпечатанными на твоей коже, как на обоях».
    Что же до Дьяволицы, то я солгал бы, не сознавшись, что на первый взгляд я нашел в ней некое странное очарование. Чтобы определить это очарование, я не мог бы найти лучшего сравнения, чем с очарованием, присущим очень красивым зрелым женщинам, которые словно бы перестали стареть, и чья красота хранит пронизывающее обаяние руин. У неё был вид одновременно повелительный и нескладный, а ее глаза, даже окружённые синевой, содержали чарующую силу. Но сильнее всего поразил меня её таинственный голос, в котором я нашёл ноты нежнейших контральто заодно с хрипотцой глоток, регулярно промываемых водкой.
     «Хочешь узнать моё могущество?»—спросила лжебогиня чарующим и парадоксальным голосом. «Слушай».
    И она приложила к губам гигантскую трубу, обвутую лентами, словно сельская дудочка, с заголовками всех газет, какие только есть в мире, и сквозь эту трубу прокричала мое имя, которое прокатилось по всей вселенной с грохотом, подобным сотне тысяч громовых раскатов, и вернулось ко мне от самых дальних планет, отраженное эхом.
«Чёрт подери!»—воскликнул я, уже наполовину сдавшись.—«Вот это и вправду стоящее дело!» Но пока я разглядывал повнимательнее эту мужеподобную искусительницу, мне смутно припомнилось, что как-то раз видел её в пьяной компании известных пройдох; и её медное рычание напомнило мне некую продажную трубы.
    И я ответил со всем презрением, на какое был способен: «Изыди! Я не собираюсь жениться на любовнице неких лиц, которых даже не взялся бы назвать».
    Разумеется, после такого мужественного самоотречения я имел полное право гордиться собой. Но тут, к несчастью, я пробудился, и вся моя сила оставила меня. «Воистину»,—сказал я себе,—«я должен был заснуть слишком крепко, чтобы проявить столько щепетильности. Ах! если бы они могли вернуться сейчас, когда я бодрствую, я не был бы таким разборчивым!»
    И я громко взывал к ним, умоляя простить меня, предлагая им унижать меня всё чаще, пока я заново не удостоюсь их милости; но, должно быть, я жестоко оскорбил их, поскольку они никогда не вернулись.
    
    
    —Charles Baudelaire, Œuvres Complètes, V. I, Gallimard, 1975, pp. 307-310     —translated by MZ     —перевёл МЗ

Jean Mohler, Éros, Plutus et la Gloire, 1946


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По поводу предъявленных большевикам обвинений в сотрудничестве с немцами, 6 сентября (24 августа) 1917 года незадолго до того доставленный из Германии в запломбированном вагоне Ленин вдохновенно написал: «Будем стойки в клеймении шантажистов. Будем непреклонны в разборе малейших сомнений судом сознательных рабочих, судом своей партии, ей мы верим, в ней мы видим ум, честь и совесть нашей эпохи, в международном союзе революционных интернационалистов видим мы единственный залог освободительного движения рабочего класса.»



Знаменательно, что старорежимное понятие чести прекрасно сохранилось в советском режиме. В пьесе «Старик», написанной ещё в 1915 году, но впервые поставленной на сцене Государственного Академического Малого театра 1 января 1919 года, Максим Горький красочно высказывается устами своего главного героя: «Людей надо не по словам, не по одежде различать, а по работе. Кто умеет работать, тому и честь…» Между тем, Приказ № 1, изданный Петроградским советом 1 (14 марта) 1917 года во время Февральской революции, отменил для всех солдат вставание во фронт и обязательное отдание чести вне службы. Но несмотря на это, в последующие декады товарищеские суды чести систематически возрождались и поощрялись властью, как в военной, так и в гражданской среде. С раннего возраста преданные советские дети претворяли буржуазную scout’s honor в родное пролетарское «честное пионерское». Став комсомольцами, они получали высокое право на «честное комсомольское». Вполне взрослые военные чины вдохновенно отдавали честь как соратникам, так и противникам. До сих пор, традиционно настроенные россияне заботятся о том, что надо делать для того, «чтобы понятия истинной чести вошли в сознание и душу будущих и настоящих офицеров». Не оставлена без надлежащего внимания и девичья честь, как «понятие нравственно-генетическое». Российская телегония заявляет однозначно, что «от гулящей девицы не бывает хорошего потомства». В этом вопросе она вполне единодушна с выдающимися теоретиками национал-социализма.

На этом хотелось бы закрыть тему чести, истолкованной в качестве общественного достоинства и всеобщего достояния. Осталось лишь закончить параллель между национальными разнообразиями социализма. После того, как «лионский мясник» Клаус Барби заявил во время своего уголовного процесса, что он был и остался честным нацистом, его адвокат Жак Вержес дал ему прочесть заявление, в котором он отказался от дальнейшего присутствия в зале суда. Хотелось бы, чтобы все честные совки последовали его примеру.
larvatus: (MZ)
Welcher Mensch wird sich vermessen, die Ethik der Bergpredigt, etwa den Satz: „Widerstehe nicht dem Übel“ oder das Bild von der einen und der anderen Backe, „wissenschaftlich widerlegen“ zu wollen? Und doch ist klar: es ist, innerweltlich angesehen, eine Ethik der Würdelosigkeit, die hier gepredigt wird: man hat zu wählen zwischen der religiösen Würde, die diese Ethik bringt, und der Manneswürde, die etwas ganz anderes predigt: „Widerstehe dem Übel,—sonst bist du für seine Übergewalt mitverantwortlich.“ Je nach der letzten Stellungnahme ist für den Einzelnen das eine der Teufel und das andere der Gott, und der Einzelne hat sich zu entscheiden, welches für ihn der Gott und welches der Teufel ist. Und so geht es durch alle Ordnungen des Lebens hindurch.

What man will take upon himself the attempt to “refute scientifically” the ethic of the Sermon on the Mount? For instance, the proposition, “Resist no evil” or the image of turning the other cheek? And yet it is clear, from a worldly perspective, that an ethic of indignity is being preached here; one has to choose between the religious dignity that this ethic confers and the dignity of manly conduct that preaches something quite different: “Resist evil, lest you be jointly responsible for its empire.” According to our ultimate standpoint, the one is of the devil and the other of God, and the individual has to decide, which for him is God, and which is the devil. And so it goes through all the orders of life.

        —Max Weber, Wissenschaft als Beruf / Science as a Vocation, 7 November 1917


Befreien wir es aber zunächst von einer ganz trivialen Verfälschung. Es kann nämlich zunächst die Ethik auftreten in einer sittlich höchst fatalen Rolle. Nehmen wir Beispiele. Sie werden selten finden, daß ein Mann, dessen Liebe sich von einer Frau ab- und einer andern zuwendet, nicht das Bedürfnis empfindet, dies dadurch vor sich selbst zu legitimieren, daß er sagt: sie war meiner Liebe nicht wert, oder sie hat mich enttäuscht, oder was dergleichen „Gründe“ mehr sind. Eine Unritterlichkeit, die zu dem schlichten Schicksal: daß er sie nicht mehr liebt, und daß die Frau das tragen muß, in tiefer Unritterlichkeit sich eine „Legitimität“ hinzudichtet, kraft deren er für sich ein Recht in Anspruch nimmt und zu dem Unglück noch das Unrecht auf sie zu wälzen trachtet. Ganz ebenso verfährt der erfolgreiche erotische Konkurrent: der Gegner muß der wertlosere sein, sonst wäre er nicht unterlegen. Nichts anderes ist es aber selbstverständlich, wenn nach irgendeinem siegreichen Krieg der Sieger in würdeloser Rechthaberei beansprucht: ich siegte, denn ich hatte recht. Oder, wenn jemand unter den Fürchterlichkeiten des Krieges seelisch zusammenbricht und nun, anstatt schlicht zu sagen: es war eben zu viel, jetzt das Bedürfnis empfindet, seine Kriegsmüdigkeit vor sich selbst zu legitimieren, indem er die Empfindung substituiert: ich konnte das deshalb nicht ertragen, weil ich für eine sittlich schlechte Sache fechten mußte. Und ebenso bei dem im Kriege Besiegten. Statt nach alter Weiber Art nach einem Kriege nach dem „Schuldigen“ zu suchen,—wo doch die Struktur der Gesellschaft den Krieg erzeugte—, wird jede männliche und herbe Haltung dem Feinde sagen: „Wir verloren den Krieg—ihr habt ihn gewonnen. Das ist nun erledigt: nun laßt uns darüber reden, welche Konsequenzen zu ziehen sind entsprechend den sachlichen Interessen, die im Spiel waren, und—die Hauptsache—angesichts der Verantwortung vor der Zukunft, die vor allem den Sieger belastet.“ Alles andere ist würdelos und rächt sich. Verletzung ihrer Interessen verzeiht eine Nation, nicht aber Verletzung ihrer Ehre, am wenigsten eine solche durch pfäffische Rechthaberei. Jedes neue Dokument, das nach Jahrzehnten ans Licht kommt, läßt das würdelose Gezeter, den Haß und Zorn wieder aufleben, statt daß der Krieg mit seinem Ende wenigstens sittlich begraben würde. Das ist nur durch Sachlichkeit und Ritterlichkeit, vor allem nur: durch Würde möglich. Nie aber durch eine „Ethik“, die in Wahrheit eine Würdelosigkeit beider Seiten bedeutet. Anstatt sich um das zu kümmern, was den Politiker angeht: die Zukunft und die Verantwortung vor ihr, befaßt sie sich mit politisch sterilen, weil unaustragbaren Fragen der Schuld in der Vergangenheit. Dies zu tun, ist politische Schuld, wenn es irgendeine gibt. Und dabei wird überdies die unvermeidliche Verfälschung des ganzen Problems durch sehr materielle Interessen übersehen: Interessen des Siegers am höchstmöglichen Gewinn—moralischen und materiellen—, Hoffnungen des Besiegten darauf, durch Schuldbekenntnisse Vorteile einzuhandeln: wenn es irgend etwas gibt, was „gemein“ ist, dann dies, und das ist die Folge dieser Art von Benutzung der „Ethik“ als Mittel des „Rechthabens“.

First, let us free ourselves from a quite trivial falsification, that ethics may first arise in a role that is highly compromised morally. Let us consider examples. Rarely will you find that a man whose love turns from one woman to another feels no need to legitimate this before himself by saying: she was not worthy of my love, or, she has disappointed me, or whatever other like “reasons” exist. This is an attitude that, with a profound lack of chivalry, adds a fancied “legitimacy” to the plain fact that he no longer loves her and that the woman has to bear it. By virtue of this “legitimation”, the man claims a right for himself and besides causing the misfortune seeks to put her in the wrong. Likewise, for the successful amatory competitor, the adversary must be less worthy, otherwise he would not have lost out. It is no different, of course, if after a victorious war the victor in undignified self-righteousness claims, “I have won because I was right”. Or, if somebody under the frightfulness of war collapses psychologically, and instead of simply saying it was just too much, he feels the need of legitimizing his war weariness to himself by substituting the feeling, “I could not bear it because I had to fight for a morally bad cause”. And likewise with the defeated in war. Instead of searching like old women for the “guilty one” after the war—given a situation wherein the structure of society produced the war—everyone with a manly and controlled attitude would tell the enemy: “We lost the war. You have won it. That is now all over. Now let us discuss what conclusions must be drawn according to the objective interests that came into play, and what is the main thing in view of the responsibility towards the future that above all burdens the victor.” Anything else is undignified and will rebound. A nation forgives if its interests have been damaged, but no nation forgives if its honor has been offended, especially by a bigoted self-righteousness. Every new document that comes to light after decades revives the undignified lamentations, the hatred and scorn, instead of allowing the war at its end to be buried, at least morally. This is possible only through objectivity and chivalry and above all only through dignity. But never is it possible through an “ethic”, which in truth signifies a lack of dignity on both sides. Instead of being concerned with what the politician is interested in, the future and the responsibility towards the future, this ethic is concerned with politically sterile questions of past guilt, which are not to be settled politically. To act in this way is politically guilty, if such guilt exists at all. And it overlooks the unavoidable falsification of the whole problem, through very material interests: namely, the victor's interest in the greatest possible moral and material gain; the hopes of the defeated to trade in advantages through confessions of guilt. If anything is “vulgar”, then, this is, and it is the result of this fashion of exploiting “ethics” as a means of “being in the right”.

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     Ἡράκλειτος τὸ ἀντίξουν συμφέρον καὶ ἐκ τῶν διαφερόντων καλλίστην ἁρμονίαν καὶ πάντα κατ᾽ ἔριν γίνεσθαι: ἐξ ἐναντίας δὲ τούτοις ἄλλοι
Heracleitus says, ‘Opposition unites,’ and ‘The fairest harmony springs from difference,’ and ‘'Tis strife that makes the world go on.’
—Aristotle, Nicomachean Ethics 1155b1-6, translated by J. Bywater
Thirty-three years ago the author of these screeds walked free after serving a fifteen day sentence for petty hooliganism with twenty-two codefendants, counting among the first Soviet political protesters to get away with a slap on the wrist. The Berlin Wall came down thirteen years later, to the day. Coincidence? You decide.

Meanwhile, the philosophy of freedom is making giant strides in Russia. On 18 April 2009, Vadim Karastelev, head of the local Human Rights Committee, protested the curfew forbidding anyone under 18 years of age from appearing in the streets of Krasnodar region by displaying a sign with the slogan “Freedom is not given, it is taken”, a paraphrase of an analogous quotation about rights taken from a play by Maxim Gorky:
Прав—не дают, права—берут… Человек должен сам себе завоевать права, если не хочет быть раздавленным грудой обязанностей…
Rights aren’t given, rights are taken… Man must fight to win his rights if he doesn’t want to be crushed by a mountain of duties…
Herewith the expert philosophical analysis rendered in connection with his public display: Read more... ) Vadim Karastelev’s slogan echoes the combative demon of Charles Baudelaire:
Celui-là seul est l’égal d’un autre, qui le prouve, et celui-là seul est digne de la liberté, qui sait la conquérir.
Only he is the equal of another, who proves it, and only he is worthy of liberty, who can conquer it.
In his turn, Baudelaire drew upon Goethe’s Faust calling for free humanity jointly creating universal welfare in a free society:
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben, 
das ist der Weisheit letzter Schluß: 
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muß.
This is the final product of my strife,
The greatest wisdom mankind ever knew:
He only earns his freedom and his life, 
Who boldly conquers them each day anew.
The Faustian maxim is infinitely malleable, lending itself as the populist motto for the National Socialism of Alfred Rosenberg, the Marxism of Ernst Thälmann, and the dissident humanism of Andrei Sakharov. May it serve as the battle cry for the advent of freedom in Russia.
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Sigmund Freud’s Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens, or Contributions To The Psychology Of Love comprise three articles:
  1. “Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne”, Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen, Vol. 2, 1910, pp. 389-97; Gesammelte Werke, VIII, pp. 66-77; “A Special Type of Choice of Object Made by Men”, Standard Edition, Vol. 11, pp. 165-175
  2. “Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens” (Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens II), Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen, Vol. 4, 1912, pp. 40-50; Gesammelte Werke, Vol. VIII, pp. 78-91; “On the Universal Tendency to Debasement in the Sphere of Love”, Standard Edition, Vol. 11, pp. 179-190;
  3. “Das Tabu der Virginität” (Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens III). Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre, Leipzig-Vienna, Vierte Folge, 1917, pp. 229-251; Gesammelte Werke, Vol. XII: 159-180; “The Taboo of Virginity”, Standard Edition, Vol.11, pp. 193-208.
In the second of these articles reproduced below, Freud discusses male impotence that arises from an incestuous fixation on mother or sister. In the broadest strokes that fall short of caricature, his approach derives from the hypothesis that human sexual desires are based on childhood developments that adults ordinarily no longer consciously access. In regard of these developments, Freud identifies two currents in erotic life. The older affectionate current, originally directed towards the infant’s earliest caretakers, typically the mother, eventually becomes complemented by the sensual current that attains its acme during puberty. The oedipal prohibition turns the sensual current elsewhere. But it often remains fixated to its original incestuous objects, whereby the whole of a young man’s sensuality becomes tied to incestuous phantasies in the unconscious. Impotence ensues. Short of this extreme development, pleasure departs from sexual relations. Men seldom combine the two erotic currents, taking complete satisfaction in the same woman instead of directing each current to different women. But perhaps the erotic instinct is bound to remain perpetually unsatisfied in the choice of object. In later work, Freud would develop the argument locating the gain in the processes of sublimation responsible for the development of civilization. Read more... )
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In his account of youthful character, Aristotle attributes all its errors to excess and vehemence in love, hate, and everything else. At their peril, the young neglect of the maxim of Chilon: Μηδὲν ἄγαν, Ne quid nimis, “Never go to extremes”. (Rhetoric 1389b4-5; Diogenes Laertius, Vitae Philosophorum I.41.) And as he turns to the flaccid dispositions of old men, Aristotle observes that neither their love nor their hatred is strong; but, according to the precept of Bias, καὶ φιλοῦσιν ὡς μισήσοντες καὶ μισοῦσιν ὡς φιλήσοντες—“they love as if they would one day hate, and hate as if they would one day love”. (Rhetoric 1389b21-25; DL I.87.) Prudential anticipation of reversals in love and hatred emerged as an early modern adage. Thus Erasmus commends it in commenting upon “Ne quid nimis” in Adagia I.vi.96. Likewise, Juan Luis Vives writes on behalf of the “Anima Senis”: odi ut amatura et amo ut osura—“I hate as if one day I should love, and love as if one day I should hate”. More recently, Tancredo Neves, the hero of Brazilian Democratic Movement, is said to always have remembered the motto of Getúlio Vargas, his former patron, role model, and predecessor in election to the Brazilian Presidency: “I have never made an enemy whom I could not approach or a friend from whom I could not separate.”—“Não tenho inimigo de quem não possa me aproximar nem amigo de quem não possa me distanciar.” (Ronaldo Costa Couto, História indiscreta da ditadura e da abertura: Brasil: 1964-1985, Editora Record, 1999, p. 322.) Striving to dislodge a military dictatorship, Neves boasted during his Presidential campaign, that if he got 500 votes from his party, not even God would remove him from Presidency. He got the votes and was due to be sworn into office on the Ides of March in 1985. But a day before taking his Presidential oath, Neves fell gravely ill with a gastric tumor. Seven surgical bouts only served to aggravate his suffering. Neves died on 21 April 1985, the 193rd anniversary of execution and dismemberment of Tiradentes, the hero of Brazilian independence. Thus Tancredo Neves came to God after having slighted His will.

God’s will has swayed the fortunes of Jerusalem since 1095. A nominally secular state, Israel was founded upon the promise made by God to the descendants of Abraham. This promise is countermanded by the founding charter and ongoing policy of Hamas, which calls for the elimination of the Jewish state and worldwide extermination of Jews. And just as the Zionist project emerged in response to the political leverage of antisemitism, so Palestinian nationalism feeds off Jewish hegemony in the Holy Land. In more generic terms, Carl Schmitt cast the essence of the political as resting on the distinction between friend and enemy:
Der politische Feind nicht der Konkurrent oder der Gegner im allgemeinen. Feind ist auch nicht der private Gegner, den man unter Antipathiegefühlen haßt. Feind ist nur eine wenigstens eventuell, d.h. der realen Möglichkeit nach kämpfende Gesamtheit von Menschen, die einer ebensolchen Gesamtheit gegenübersteht. Feind ist nur der öffentliche Feind, weil alles, was auf eine solche Gesamtheit von Menschen, insbesondere auf ein ganzes Volk Bezug hat, dadurch öffentlich wird. Feind ist hostis, nicht inimicus im weiteren Sinne; πολέμιος, nicht ἐχθρός.
—Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen: Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien, Berlin: Duncker & Humblot, 1963, p. 29
The enemy is not merely any competitor or just any partner of a conflict in general. He is also not the private adversary whom one hates. An enemy exists only when, at least potentially, one fighting collectivity of people confronts a similar collectivity. The enemy is solely the public enemy, because everything that has a relationship to such a collectivity of men, particularly to a whole nation, becomes public by virtue of such a relationship. The enemy is hostis, not inimicus in the broader sense; πολέμιος, not ἐχθρός.
—Carl Schmitt, The Concept of the Political, translated by George Schwab, Chicago: The University of Chicago Press, 1996, p. 28
While Jewish nationalism emerged from the 1896 publication of Der Judenstaat by Theodor Herzl, its Palestinian counterpart originates in the 1948 dispossession of the Arab natives of the newborn Jewish state. In Aristotelian terms, their political predicament is rooted in the ardor of youth. Tancredo Neves was able to define his political mission in the terms of contingent animosities ungrounded in essential hostilities. No such definition is available to Israeli and Palestinian politicians, who continue to group their nations according to the friend and enemy antithesis. Thus the prospects of peace in the Middle East are foredoomed, as long as its neighboring and intermingled adversaries continue to regard each other as public enemies. There is as yet no basis for them to hate as if one day they should love. And for want of this basis, well-meaning Christian powers will meddle in vain.

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ὀψέ θεῶν ἀλέουσι μύλοι, ἀλέουσι δὲ λεπτά
—Sextus Empiricus, Adversus Mathematicos I, 287 Oracula Sibyllina VIII, 14 ≈ Plutarch, Moralia, “De sera numinis vindicta549dParœmiographi Græci, C396

Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein;
Ob auß Langmuth er sich seumet, bringt mit Schärff er alles ein.
—Friedrich von Logau, „Göttliche Rache“, Sinngedichte III, ii, 24, circa 1654

Though the mills of God grind slowly, yet they grind exceeding small;
Though with patience he stands waiting, with exactness grinds he all.
—Henry Wadsworth Longfellow, “Retribution”, Poems, Boston: Fields, Osgood, & Co., 1869, Vol. I, p. 292

Quid mihi si fueras miseros laesurus amores,
Foedera per divos, clam violanda, dabas?
A miser, et siquis primo periuria celat,
Sera tamen tacitis Poena venit pedibus.
—Tibullus, Elegiae I, ix, 1-4 and commentary

dixerat, et tandem cunctante modestior ira
ille refert: ‘equidem non uos ad moenia Thebes
rebar et hostiles huc aduenisse cateruas.
pergite in excidium socii, si tanta uoluptas,
sanguinis, imbuite arma domi, atque haec inrita dudum
templa Iouis (quid enim haud licitum?) ferat impius ignis,
si uilem, tanti premerent cum pectora luctus,
in famulam ius esse ratus dominoque ducique.
sed uidet haec, uidet ille deum regnator, et ausis,
sera quidem, manet ira tamen.
’ sic fatus, et arces
respicit.
—Statius, Thebaid V 680-690

ut sit magna, tamen certe lenta ira deorum est
—Juvenal, Satura XIII 100

Itaque dii pedes lanatos habent, quia nos religiosi non sumus.
—Petronius, Satyricon XLIV,18

Et dum pro se quisque deos tandem esse et non neglegere humana fremunt et superbiae crudelitatique etsi seras, non leues tamen uenire poenas—prouocare qui prouocationem sustulisset, et implorare praesidium populi qui omnia iura populi obtrisset, rapique in uincla egentem iure libertatis qui liberum corpus in seruitutem addixisset,—ipsius Appi inter contionis murmur fidem populi Romani implorantis uox audiebatur.
—And while the people muttered, each man to himself, that there were gods after all, who did not neglect the affairs of men; and that pride and cruelty were receiving their punishment, which though late was nevertheless not light—that he was appealing who had nullified appeal; that he was imploring the protection of the people who had trodden all the rights of the people under foot; that he was being carried off to prison, deprived of his right to liberty, who had condemned the person of a free citizen to slavery—the voice of Appius himself was heard amidst the murmurs of the assembly, beseeching the Roman People to protect him.
—Livy, Ab Urbe Condita 3, 56, 7, translated by Benjamin Oliver Foster

La parole des dieux n’est point vaine et trompeuse ;
Leurs desseins sont couverts d’une nuit ténébreuse ;
La peine suit le crime : elle arrive à pas lents.
—Voltaire, Oreste, I, ii

Courage, if carried to daring, leads to death; courage, if not carried to daring, leads to life. Either of these two things is sometimes beneficial, sometimes harmful.
“Why ’t is by heaven rejected,
 Who has the reason detected?”
    Therefore the holy man also regards it as difficult.
    The Heavenly Reason strives not, but it is sure to conquer. It speaks not, but it is sure to respond. It summons not, but it comes of itself. It works patiently but is sure in its designs.
    Heaven’s net is vast, so vast. It is wide-meshed, but it loses nothing.
—Lao-Tze’s Tao-Teh-King, translated by Paul Carus, 73, “Daring To Act”
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Здесь полагаются памятка и анекдот. Вот Вам памятка:
I hereby declare, on oath, that I absolutely and entirely renounce and abjure all allegiance and fidelity to any foreign prince, potentate, state or sovereignty, of whom or which I have heretofore been a subject or citizen; that I will support and defend the Constitution and laws of the United States of America against all enemies, foreign and domestic; that I will bear true faith and allegiance to the same; that I will bear arms on behalf of the United States when required by the law; that I will perform noncombatant service in the armed forces of the United States when required by the law; that I will perform work of national importance under civilian direction when required by the law; and that I take this obligation freely without any mental reservation or purpose of evasion; so help me God.
—U.S. Naturalization Oath
Так что насчёт “нас” и “их”, у меня с Вами общая система координат. А вот и анекдот:
Для разрядки, так сказать, напряга, пожалуйста, анекдотик. Вернее, не анекдотик, а быль. Но быль до того невероятную, что она, паскудина, сама себя осознает вдруг легендарной и берет кликуху Анекдот, чтобы таким хитромудрым способом продлить на какое-то время свою жизнь. Да и само время, гражданин Гуров, само наше анекдотическое времечко недаром окрестили не столько вожди, сколько их плюгавые шестерки из поэтов и композиторов, временем легендарным.
    Короче говоря, приводят к Будённому перебежчика. Белого. Так, мол, и так, Семён Михайлович, постиг я в мгновение ока происходящее, дошла до меня безысходность белого движения. Чуять начинаю за три версты красоту ваших кавалерийских идей, возьмите к себе воевать. Хорошо. Переодели, переобули, дали красавца-гнедого. Повоевал немного белый, но вдруг показалось ему, что снова постиг он в мгновенье ока происходящее и слинял к Деникину. Мужественно явился и говорит Самому: так, мол, и так, ошибся я. Будённый — полное говно, вокруг него мерзкий плебс, большей вони и совершенней лжи, чем советская власть, вообразить себе невозможно, и лучше уж, ваше превосходительство, смерть в наших безысходных рядах, чем торжество в смрадном каре обманутых маньяками плебеев. Простите великодушно. Время у нас смутное, возможен, согласитесь, поиск душой верного пути. Деникин не стал дискутировать на эту тему. Он отдал дважды перебежчика обратно Будённому. Белый стал втолковывать этой тупой усатой мандавше, что он не подлец, а человек ищущий, и наконец, в последней попытке спасти шкуру, брякнул что-то насчет раздвоения личности. Будённый вынимает саблю, пробует отточку клинка на коготище и врезает красно-белому по темечку. До самой жопы его расколол, а дальше тот сам рассыпался. “Мы—большевики,—говорит Будённый,—проблему раздвоения личности решаем по-своему: сабелькой!”
—Юз Алешковский, «Рука (Повествование палача)»
Это к вопросу о паспорте, как о “средстве передвижения”. Read more... )

[info]furia_krucha:
Детали могут различаться, спору нет. Но в принципе истории одинаковые так как демонстрируют, что „преданность“ (allegiance) вещь преходящая, как для вас, так и героя „анекдотика“.

[info]larvatus:
Вы понимаете разницу между гражданским долгом проистекающим из свободного выбора и требованиями власти на основании места рождения? Read more... )
larvatus: (Default)
    Let us get our priorities in order:
    Zweiter Dreigroschenfinale     Second Threepenny Finale
    Macheath:
Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd und Missetat vermeiden kann
Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.
    Macheath:
You gentlemen who think you have a mission
To purge us of the seven deadly sins,
Should first sort out the basic food position,
Then start your preaching! That’s where it begins.
Ihr, die euren Wanst und unsre Bravheit liebt
Das eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und wie ihr’s immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Erst muß es möglich sein auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.
You lot who preach restraint and watch your waist as well,
Should learn, for once, the way the world is run:
However much you twist, whatever lies you tell,
Food is the first thing, morals follow on.
So first make sure that those who now are starving
Get proper helpings when we all start carving.
    Jenny:
Denn wovon lebt der Mensch?
    Jenny:
What keeps mankind alive?
    Macheath:
Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich
Den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frißt.
Nur dadurch lebt der Mensch, daß er so gründlich
Vergessen kann, daß er ein Mensch doch ist.
    Macheath:
What keeps mankind alive? The fact that millions
Are daily tortured, stifled, punished, silenced, oppressed.
Mankind can keep alive thanks to its brilliance
In keeping its humanity repressed.
    Chorus:
Ihr Herren, bildet euch nur da nichts ein:
Der Mensch lebt nur von Missetat allein!
    Chorus:
For once you must try not to shirk the facts:
Mankind is kept alive by bestial acts.
    Jenny:
Ihr lehrt uns, wann ein Weib die Röcke heben
Und ihre Augen einwärts drehen kann
Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.
    Jenny:
You say that girls may strip with your permission.
You draw the line dividing art from sin.
So first sort out the basic food position,
Then start your preaching! That’s where we begin.
Ihr, die auf unsrer Scham und eurer Lust besteht
Das eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und wie ihr’s immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Erst muß es möglich sein auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.
You lot who bank on your desires and our disgust
Should learn for once the way the world is run:
Whatever lies you tell, however much you twist,
Food is the first thing, morals follow on.
So first make sure that those who are now starving
get proper helpings when we all start carving.
    Macheath:
Denn wovon lebt der Mensch?
    Macheath:
What keeps mankind alive?
    Jenny:
Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich
Den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frißt.
Nur dadurch lebt der Mensch, daß er so gründlich
Vergessen kann, daß er ein Mensch doch ist.
    Jenny:
What keeps mankind alive? The fact that millions
Are daily tortured, stifled, punished, silenced, oppressed.
Mankind can keep alive thanks to its brilliance
In keeping its humanity repressed.
    Chorus:
Ihr Herren, bildet euch nur da nichts ein:
Der Mensch lebt nur von Missetat allein!
    Chorus:
For once you must try not to shirk the facts:
Mankind is kept alive by bestial acts.
    — Bertolt Brecht / Kurt Weill, Die Dreigroschenoper     — translation by Ralph Manheim and John Willett
    More precisely, albeit less lyrically: Erst kommt das Fressen, dann kommt das Getränk, dann kommt die Moral. Therein lies a morality tale:
    The teacher gave her fifth grade class an assignment: get their parents to tell them a story with a moral at the end of it. The next day the kids came back and one by one began to tell their stories.
    Kathy said, “My father’s a farmer and we have a lot of egg-laying hens. One time we were taking our eggs to market in a basket on the front seat of the pickup when we hit a bump in the road and all the eggs went flying and broke and made a mess.”
    “And what’s the moral of the story?” asked the teacher.
    “Don’t put all your eggs in one basket!”
    “Very good,” said the teacher. “Now, Lucy?”
    “Our family are farmers too. But we raise chickens for the meat market. We had a dozen eggs one time, but when they hatched we only got ten live chicks. And the moral to this story is, don’t count your chickens until they’re hatched.”
    “That was a fine story Lucy. Johnny, do you have a story to share?”
    “Yes, ma’am, my daddy told me this story about my uncle Bob. Uncle Bob was a Green Beret in Vietnam and his helicopter got hit. He had to crash land in enemy territory and all he had was a bottle of whiskey, a machine gun, and a machete. He drank the whiskey on the way down so it wouldn’t break and then he landed right in the middle of 100 enemy troops. He killed seventy of them with the machine gun until he ran out of bullets, then he killed twenty more with the machete till the blade broke, and then he killed the last ten with his bare hands.”
    “Good heavens,” said the horrified teacher, “What kind of moral did your daddy tell you from that horrible story?”
    “Don’t fuck with Uncle Bob when he’s been drinking.”

March 2014

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